[Ratgeber] Für Handwerk

Webseite für Handwerker: Was muss drauf?

Ob Tischlerei, Malerbetrieb oder Installateur: Wer heute einen Handwerker sucht, schaut zuerst auf Google. Diese Checkliste zeigt, was auf eine gute Handwerker-Seite gehört, damit daraus Aufträge werden.

Von Tim Kofler · 1. November 2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Leistungen klar auflisten und sagen, wo du arbeitest.
  • Eigene Fotos von echten Aufträgen überzeugen mehr als jeder Text.
  • Telefonnummer und Anfrage mit einem Tipp erreichbar, vor allem am Handy.
  • Pflicht: Impressum mit Gewerbe, Kammer und Behörde, dazu eine Datenschutzerklärung.

Warum Handwerker eine eigene Webseite brauchen

Viele Betriebe leben von Empfehlungen, und das ist gut so. Aber auch wer empfohlen wurde, googelt dich vorher. Findet er nur einen alten Branchenbucheintrag oder gar nichts, ruft er beim Nächsten an. Eine eigene Seite zeigt in wenigen Sekunden: Den gibt es wirklich, der macht gute Arbeit, und der ist in meiner Nähe.

Dazu kommt: Eine Facebook-Seite oder ein Eintrag im Google-Profil gehört nicht dir. Die eigene Webseite schon, mit deiner Adresse und deinen E-Mails.

Diese Inhalte gehören auf jede Handwerker-Seite

  • Leistungen: was du machst, und was nicht
  • Einzugsgebiet: Orte und Bezirke, in denen du arbeitest
  • Referenzen mit eigenen Fotos, am besten vorher und nachher
  • Über den Betrieb: wer ihr seid, seit wann, Meister oder Team
  • Kontakt mit Telefon, E-Mail, Adresse und Öffnungszeiten
  • Ein kurzes Anfrageformular mit der Möglichkeit, Fotos mitzuschicken
  • Echte Bewertungen von Kunden, etwa aus dem Google-Profil

Fotos: dein stärkstes Argument

Im Handwerk sieht man Qualität. Ein Foto von der fertigen Küche, dem neuen Dach oder dem frisch gestrichenen Stiegenhaus sagt mehr als „höchste Qualität seit 1998“. Das Handy reicht dafür völlig aus.

Tipp: Mach nach jedem Auftrag drei Fotos bei Tageslicht, eines davon mit etwas Abstand. Frag vorher kurz, ob der Kunde einverstanden ist. Fremde Bilder aus dem Internet nie einfach verwenden, auch nicht als Platzhalter.

So werden aus Besuchern Anfragen

  • Telefonnummer ganz oben, am Handy mit einem Tipp anrufbar.
  • Kurzes Formular mit wenigen Feldern. Wer zehn Felder ausfüllen muss, ruft lieber woanders an.
  • Fotos mitschicken lassen. Dann weißt du vorher, worum es geht, und sparst dir Besichtigungen.
  • Antwortzeit nennen, zum Beispiel „Rückmeldung innerhalb von zwei Werktagen“.
  • Schnell laden. Viele suchen auf der Baustelle oder unterwegs, mit schwachem Netz.

Bei Google in deiner Region gefunden werden

Kunden suchen fast immer mit Ort: „Tischler Melk“ oder „Maler Scheibbs“. Damit du dort auftauchst, sollten Ort und Leistung auch auf deiner Seite stehen, nicht nur im Logo. Mindestens genauso wichtig ist ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit Fotos und Bewertungen. Wie das geht, steht im Ratgeber Google-Unternehmensprofil einrichten.

Pflichtangaben im Impressum

Für Gewerbebetriebe gehören neben Name, Anschrift und Kontakt auch der Unternehmensgegenstand, die Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer, die zuständige Gewerbebehörde und der Hinweis auf die Gewerbeordnung ins Impressum. Hast du eine UID-Nummer oder bist im Firmenbuch eingetragen, kommen diese Angaben dazu.

Alles im Detail steht im Ratgeber Impressum in Österreich.

Allgemeine Information, Stand November 2026. Ersetzt keine Rechtsberatung.

Beispiele zum Anschauen

Wie so eine Seite aussehen kann, zeigen meine Beispielseiten, etwa für eine Tischlerei, einen Malerbetrieb, einen Dachdecker oder einen Baumeister. Was eine Seite kostet, steht im Ratgeber Was kostet eine Webseite?

Tim Kofler programmiert seit 2025 Webseiten für Selbstständige, kleine Betriebe und Vereine in ganz Österreich, von Oberndorf an der Melk aus. Mehr über mich

[?] Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Braucht ein Handwerker heute noch eine Webseite?

Ja. Auch wer über Empfehlungen kommt, schaut vorher im Internet nach. Eine eigene Seite mit Fotos und Kontakt schafft Vertrauen und bringt Anfragen aus der Region.

Was muss ins Impressum eines Handwerksbetriebs?

Neben Name, Anschrift und Kontakt auch Unternehmensgegenstand, Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer, die zuständige Gewerbebehörde und der Hinweis auf die Gewerbeordnung, gegebenenfalls UID-Nummer und Firmenbuchnummer.

Reichen Handyfotos für die Webseite?

Ja. Gute Handyfotos bei Tageslicht reichen völlig. Wichtig ist, dass es eigene Fotos von echten Aufträgen sind und die Kunden einverstanden sind.

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