[Ratgeber] Entscheidungshilfe

Baukasten oder Webdesigner?

Wix, Jimdo und Co. versprechen eine Webseite in einer Stunde. Ein Webdesigner kostet mehr, nimmt dir aber die Arbeit ab. Was wann besser passt, und wo die Haken liegen.

Von Tim Kofler · 1. November 2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Baukasten passt, wenn du Zeit hast, gern selbst gestaltest und das Budget sehr klein ist.
  • Webdesigner passt, wenn die Seite Kunden bringen soll und du dich lieber um deinen Betrieb kümmerst.
  • Der Baukasten wirkt billiger, kostet aber jeden Monat. Nach ein paar Jahren ist der Unterschied oft klein.

Der direkte Vergleich

BaukastenWebdesigner
Kosten am Anfang0–50 €einmalig, je nach Umfang
Kosten laufend10–40 € / Monat5–15 € / Monat Webspace
Deine Zeitviele AbendeTexte und Fotos liefern
DesignVorlage, die viele habeneigenes Design
Ladezeitoft schwerso schlank wie nötig
Umzug möglich?kaumja, gehört dir
  • Baukasten0–50 € Start, 10–40 € / MonatDu baust selbst mit einer Vorlage. Umzug zu einem anderen Anbieter kaum möglich.
  • WebdesignerEinmalig, dazu 5–15 € / Monat WebspaceEigenes Design, schnell geladen, die Seite gehört dir. Du lieferst Texte und Fotos.

Wann ein Baukasten reicht

Für ein Hobbyprojekt, eine Idee, die du erst testen willst, oder wenn du wirklich gern selbst gestaltest, ist ein Baukasten eine gute Wahl. Du bist schnell online und kannst jederzeit selbst etwas ändern.

Rechne aber ehrlich mit deiner Zeit: Texte schreiben, Fotos zuschneiden, Handy-Ansicht prüfen, Impressum, Datenschutz und Cookie-Hinweis. Das sind schnell mehrere Abende.

Die Haken beim Baukasten

  • Die Seite gehört dem Anbieter. Hörst du auf zu zahlen, ist sie weg. Mitnehmen kannst du sie meist nicht.
  • Gleiche Vorlagen. Viele Betriebe in deiner Branche sehen dann genauso aus.
  • Ladezeit. Baukästen laden viel Code, den deine Seite gar nicht braucht. Das merkt man am Handy.
  • Cookies und Datenschutz. Viele Baukästen binden Dienste ein, für die du einen Cookie-Banner brauchst.

Wann sich ein Webdesigner lohnt

Wenn die Seite Anfragen bringen soll, zählt der erste Eindruck. Ein Webdesigner sorgt dafür, dass sie am Handy gut aussieht, schnell lädt, bei Google richtig eingerichtet ist und Besucher mit einem Klick anrufen oder schreiben können. Du lieferst Texte und Fotos, den Rest erledigt jemand, der das jeden Tag macht.

Wichtig: Achte darauf, dass Domain und Webspace auf deinen Namen laufen und kein Pflicht-Abo dabei ist. Dann bist du nie abhängig.

Und WordPress?

WordPress liegt dazwischen: Die Seite gehört dir, aber Themes und Plugins brauchen regelmäßige Updates, sonst wird es unsicher. Für Blogs und große Seiten ist das praktisch, für die Seite eines kleinen Betriebs oft mehr Wartung als nötig.

So mache ich das

Ich programmiere jede Seite selbst, ohne Baukasten und ohne WordPress. Einmal zahlen, kein Abo, die Seite gehört dir. Vorher siehst du einen kostenlosen Entwurf. Was das kostet, steht im Ratgeber Was kostet eine Webseite?

Tim Kofler programmiert seit 2025 Webseiten für Selbstständige, kleine Betriebe und Vereine in ganz Österreich, von Oberndorf an der Melk aus. Mehr über mich

[?] Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Ist ein Baukasten wie Wix oder Jimdo schlecht für Google?

Nicht grundsätzlich. Baukasten-Seiten laden aber oft langsamer und sehen ähnlich aus wie viele andere. Gute Texte, schnelle Ladezeit und ein Google-Unternehmensprofil machen mehr aus als das Werkzeug.

Kann ich später vom Baukasten zu einem Webdesigner wechseln?

Ja, aber meistens wird die Seite neu gebaut, weil sich Baukasten-Seiten kaum exportieren lassen. Texte und Fotos kannst du mitnehmen, die Domain auch.

Kann ich bei einer Seite vom Webdesigner selbst etwas ändern?

Das hängt vom Webdesigner ab. Kleine Änderungen wie Öffnungszeiten oder News lassen sich oft selbst pflegen, oder du schickst sie kurz per Nachricht.

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  • Gehört dir

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