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GRUSELNACHT

Eine Nacht in einem Haus, das seit 1847 niemand mehr betreten sollte. Du kommst hinein. Ob du wieder herauskommst, entscheidet das Haus.

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Kapitel 1 · Die Warnung

An die Person, die das hier liest.

Du hast die Einladung gefunden. Das war kein Zufall.

Die Villa Hollerbach steht seit 1847 leer. Offiziell. Die Nachbarn sagen etwas anderes: Licht im Dachfenster. Schritte im Keller. Eine Frau, die am Fenster wartet und sich nicht bewegt.

Am 31. Oktober öffnen wir die Tür. Nur für eine Nacht. Nur für Leute, die bis zum Ende lesen.

Drei Regeln: Geh nie allein in den Keller. Antworte nicht, wenn dein Name gerufen wird. Und schau nicht zurück, wenn du gehst.

Wir sehen uns am Tor. Oder auch nicht.

— E. H., Hausverwaltung seit 1847

Hinter dem Haus liegt ein Grab ohne Namen.

1847 hat man sie dort hineingelegt. Sie war nicht einverstanden.

Jedes Jahr am 31. Oktober gräbt sie sich ein Stück weiter heraus.

Heuer schafft sie es.

Kapitel 2 · Die Bewohner

Sie wohnen noch hier.

Sechs Akten aus dem Archiv der Hausverwaltung. Fahr mit der Maus darüber, am Handy: antippen. Und dann nicht wegschauen.

  • Akte 01

    Die Puppe

    Stand 1911 im Kinderzimmer. Wurde dreimal verkauft, dreimal zurückgebracht. Dreht den Kopf, wenn niemand hinschaut.

    Zuletzt gesehen: heute Nacht
  • Akte 02

    Der Gast

    Kam 1963 zu einem Kindergeburtstag. Die Kinder gingen nach Hause. Er nicht. Lächelt noch immer.

    Zuletzt gesehen: Keller, Tür 3
  • Akte 03

    Die Braut

    Starb 1847 am Tag ihrer Hochzeit. Liegt hinter dem Haus. Theoretisch. Praktisch wartet sie auf einen Tänzer.

    Zuletzt gesehen: siehe Kapitel „Das Grab“
  • Akte 04

    Der Nachbar

    Wohnte nebenan, bis er eines Nachts über den Zaun kam. Schnell. Zu schnell für jemanden, der seit zwölf Jahren tot ist.

    Zuletzt gesehen: direkt hinter dir
  • Akte 05

    Die Frau am Fenster

    Steht im ersten Stock und klopft. Von innen. Niemand hat sie je hineingehen sehen.

    Zuletzt gesehen: Fenster links oben
  • Akte 06

    Zimmer 13

    Hat keine Tür. Hatte nie eine. Trotzdem hört man drinnen jemanden atmen.

    Zuletzt betreten: 1983, einmal

Kapitel 3 · Der Keller

Der Strom ist weg.

Du hast nur eine Taschenlampe. Fahr mit der Maus durch den Raum. Am Handy: Finger drauf und suchen. Irgendwo steht er.

Kapitel 4 · Die Tür

Im Keller gibt es einen Knopf.

Niemand weiß, wofür er da ist. Alle, die ihn gedrückt haben, sagen seither nichts mehr. Also: nicht drücken.

Kapitel 5 · Die Nacht

Stunde für Stunde tiefer.

  1. Das Tor

    Einlass nur in Gruppen bis sechs. Handys aus. Was du drinnen hörst, bleibt drinnen.

  2. Der Keller

    Vierzig Meter Gang, eine Lampe für alle. Die Tür hinter dir schließt sich von selbst. Das ist normal. Sagen wir.

  3. Die Séance

    Im Salon, bei Kerzenlicht. Wir rufen die Braut. Sie antwortet jedes Jahr. Letztes Jahr zu laut.

  4. Der Dachboden

    Die Puppe wird umgestellt. Von uns. Hoffentlich.

  5. Die letzte Stunde

    Hinter dem Haus. Mit Schaufeln. Wer bis hierher gekommen ist, hilft beim Zuschütten.

Kapitel 6 · Eintritt

Wie weit gehst du?

Drei Stufen. Die dritte ist nicht für jeden. Ehrlich gesagt für fast niemanden.

Stufe I

Zuschauer

€ 13
  • Einlass ab 19 Uhr
  • Salon, Garten, Séance
  • Keller nur vom Treppenabsatz
Stufe II · beliebt

Zeuge

€ 23
  • Alles aus Stufe I
  • Keller bis Tür 3
  • Ein Blick in Zimmer 13
Stufe III

Bewohner

€ 66,60
  • Alles aus Stufe II
  • Die letzte Stunde hinter dem Haus
  • Eigene Schaufel, Name auf dem Stein

Eintritt

Zeuge

1Personen

Summe € 23,00

Beispiel-Entwurf: Es wird nichts verschickt oder bezahlt.